Wir von TRAIN Omics sind nach unserem inspirierenden TRAIN Omics Retreat 2025 im Kloster Drübeck immer noch ganz begeistert!
Bei strahlendem Sonnenschein kamen rund 30 Expertinnen und Experten aus den TRAIN-Partnerinstituten aus allen Bereichen der Omics und Datenwissenschaft zu einem kurzen Lunch-to-Lunch-Meeting zusammen und bekundeten ihren Wunsch, gemeinsam aktuelle Herausforderungen von der Präzisionsmedizin bis hin zu One-Health-Konzepten in Niedersachsen anzugehen.
Prof. Dr. Bernd Wollnik, unser TRAIN Omics-Sprecher und Direktor für Humangenetik am Universitätsklinikum Göttingen, hielt eine inspirierende Eröffnungsrede, die den Rahmen für unsere Diskussionen in der kommenden Zeit absteckte. Dr. Sara Haag, Koordinatorin von TRAIN Omics, gab anschließend einen spannenden Ausblick auf die Zukunftsperspektiven von TRAIN Omics und bekräftigte unser Engagement, Grenzen in Forschung und klinischer Anwendung zu verschieben. Im Sinne der Zusammenarbeit bot unsere Elevator Pitch-Veranstaltung allen Teilnehmern eine Plattform, sich vorzustellen und ihre wichtigsten Forschungsbereiche vorzustellen.

Wir haben uns sehr gefreut, Dr. Martin Seifert als Hauptredner begrüßen zu dürfen. In seinem Vortrag mit dem Titel „Resolving Biology: Gain a New View of Biology with Single Cell and Spatial Analysis“ (Biologie entschlüsseln: Mit Einzelzell- und Raumanalyse neue Einblicke in die Biologie gewinnen) beleuchtete er die bahnbrechenden Innovationen von 10X Genomics. Er erklärte, wie die hochmodernen Einzelzell- und Raumgenomik-Plattformen des Unternehmens die biologische Forschung revolutionieren, indem sie Wissenschaftlern die Analyse einzelner Zellen und ihrer räumlichen Organisation innerhalb von Geweben ermöglichen. Seifert betonte, dass diese fortschrittlichen Tools ein tieferes Verständnis der zellulären Komplexität und Heterogenität ermöglichen, was für neue Entdeckungen in der personalisierten Medizin und klinischen Diagnostik von entscheidender Bedeutung ist. Seine Erkenntnisse zeigten, wie 10X Genomics nicht nur die Grenzen der Forschungstechnologie erweitert, sondern auch den Weg für neue Ansätze zur Diagnose und Behandlung von Krankheiten ebnet. An diesen großartigen Vortrag schloss sich eine Diskussion unter der Leitung von PD Dr. Meina Neumann-Schaal (Leibniz-Institut DSMZ) über die Schnittstelle von Omics-Core-Facilities zwischen Standardmethoden und innovativen Forschungstechnologien an.
Eine herausragende Sitzung befasste sich mit der Standardisierung von Omics-Technologien. Diese Standardisierung ist entscheidend für die Umsetzung innovativer Forschung in klinische Anwendungen. Vordenker wie Prof. Dr. Gavin O’Connor (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) erläuterten die Grundlagen der Omics-Standardisierung. Prof. Dr. Susanne Engelmann (Technische Universität Braunschweig & Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung) und PD Dr. Xingbo Xu (Medizinische Universität Göttingen) gingen detailliert auf die Feinheiten der Proteomik bzw. Transkriptomik ein. Prof. Dr. Helena Zacharias (Hannover Medical School) gab Einblicke in die Herausforderungen und Durchbrüche in der Datenwissenschaft und Metabolomik. Ihre Ausführungen unterstrichen, dass einheitliche Standards das volle Potenzial unserer Forschung erschließen.

In seinem Abendvortrag mit dem Titel „KI-Systeme für integrative Multi-Omics-Daten“ faszinierte Prof. Dr. Tim Beißbarth, Leiter der Medizinischen Bioinformatik am Universitätsklinikum Göttingen, das Publikum mit Einblicken in die Konvergenz von künstlicher Intelligenz und Multi-Omics-Forschung. Er erklärte, wie KI die Integration komplexer Datensätze aus Genomik, Proteomik und Metabolomik optimiert, um kritische Muster aufzudecken, die die personalisierte Medizin vorantreiben. Sein Vortrag unterstrich den transformativen Einfluss der KI auf die Diagnosegenauigkeit und Therapiestrategien und ebnete den Weg für präzisere Lösungen im Gesundheitswesen. Am zweiten Tag boten unsere Workshop- und Projekt-Pitch-Sessions unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Illig einen fruchtbaren Boden für die Entwicklung gemeinsamer Multi-Omics-Anwendungsfälle in Niedersachsen. Die Energie, Kreativität und das gemeinsame Engagement, die während dieser Sitzungen zum Ausdruck kamen, haben bereits den Grundstein für spannende neue Projekte und Kooperationen gelegt, die TRAIN Omics in unserer Region weiter vorantreiben werden.
Wir sind unglaublich stolz auf das, was wir gemeinsam bei diesem Retreat erreicht haben – eine Veranstaltung, die nicht nur die Spitzenforschung im Bereich der Omics-Forschung präsentiert, sondern auch die Kraft der Vernetzung und der gemeinsamen Vision unterstrichen hat. Der Wunsch nach Vernetzung war sehr präsent und hat uns als Organisatoren sehr geehrt. Auch in Zukunft werden wir uns dafür einsetzen, diese kooperativen Verbindungen zu pflegen und neue Projekte zu initiieren, die die Zukunft der translationalen Gesundheitsforschung und klinischen Innovation prägen werden.
Vielen Dank an alle Teilnehmer, die diese Veranstaltung zu einem großen Erfolg gemacht haben!!!!
Wir freuen uns darauf, Sie alle im nächsten Jahr wiederzusehen.