Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt ExTENd im Rahmen des Förderprogramms zukunft.niedersachsen von der VolkswagenStiftung und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur bis 2029 mit ca. 800.000 Euro gefördert wird!
Hier findet ihr unsere Pressemitteilung mit weiteren Informationen zum Projekt:
Pressemitteilung
Hannover/Göttingen/Braunschweig – Moderne biomedizinische und translationale Forschung ist zunehmend auf komplexe Technologien, leistungsfähige Dateninfrastrukturen und interdisziplinäre Zusammenarbeit angewiesen. Gleichzeitig sind spezialisierte Infrastrukturen und Kompetenzen häufig über verschiedene Forschungseinrichtungen verteilt und somit nicht für alle Wissenschaftler:innen in einer Region verfügbar. Hier setzt „ExTENd – Expertise & Technology Exchange Niedersachsen“ an, ein Projekt zum Aufbau einer zentralen digitalen Plattform, die es einfacher macht, passende Technologien und Ansprechpartner:innen zu finden und standortübergreifende Kooperationen anzubahnen.
ExTENd entsteht aus dem Netzwerk der Translationsallianz in Niedersachsen (TRAIN) heraus. Verbundpartner des Projekts sind die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und die Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH. Niedersachsen.next BioRegioN unterstützt das Vorhaben als technischer und innovationsbezogener Partner mit Blick auf digitale Plattformstrukturen und die Anbindung an das niedersächsische Innovationsökosystem mit der Plattform innomatch. Die Projektlaufzeit ist von September 2026 bis August 2029 angelegt.
Die neue Plattform soll den Zugang zu vorhandenen Ressourcen vereinfachen, ihre Sichtbarkeit erhöhen und die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Technologieplattformen und weiteren Innovationsakteuren stärken. Dafür werden organisatorische und rechtliche Grundlagen für transparente Zugangswege und eine institutionsübergreifende Nutzung von Forschungsinfrastrukturen entwickelt. Auch die Nutzung durch Startups und Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) ist perspektivisch angedacht.
In einer ersten Pilotphase konzentriert sich ExTENd auf Omics-Technologien wie Genomik, Transkriptomik, Proteomik, Metabolomik und Biobanken. Die Plattform soll nicht nur Geräte, Software und Dienstleistungen sichtbar machen, sondern auch das damit verbundene methodische und wissenschaftliche Know-how erfassen. Damit geht das Projekt bewusst über die reine Abbildung von Forschungsgeräten hinaus: Ziel ist es, Expertise, Technologien und institutionelle Ansprechpartner:innen in einer digitalen Plattform zusammenzuführen und so bessere Voraussetzungen für interdisziplinäre und translationale Forschung zu schaffen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der effizienteren Nutzung vorhandener Ressourcen. Durch mehr Transparenz über bestehende Infrastruktur und Kompetenzen können Doppelanschaffungen reduziert, Auslastungen verbessert und öffentliche Investitionen nachhaltiger genutzt werden. Gleichzeitig stärkt ExTENd die Sichtbarkeit Niedersachsens als Forschungsstandort und soll dazu beitragen, exzellente Rahmenbedingungen für Wissenschaft, Innovation und Transfer weiter auszubauen.
Dr. Sara Haag, Geschäftsstellenleiterin der Translationsallianz in Niedersachsen (TRAIN) sagt:
„Mit ExTENd schaffen wir eine gemeinsame, institutionenübergreifende Struktur, die Forschungsinfrastruktur und wissenschaftliche Expertise in Niedersachsen besser sichtbar und zugänglich macht. Das erleichtert nicht nur den Zugang zu Technologien, sondern stärkt auch die Zusammenarbeit über Standorte und Disziplinen hinweg.“
Prof. Dr. Thomas Illig, Direktor und wissenschaftlicher Leiter der Hannover Unified Biobank (HUB) an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sagt:
„Die Plattform kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen und translationale Forschung gezielt zu unterstützen. Indem ExTENd Expertise, Technologien und Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zusammenführt, entstehen neue Möglichkeiten für wissenschaftliche Kooperation und Innovation.“
Ein wesentlicher Bestandteil des Vorhabens ist die Einbettung in bestehende niedersächsische Wissenschafts- und Innovationsstrukturen. Das Projekt wird durch das Förderprogramm zukunft.niedersachsen mit einer Fördersumme von circa 800.000 € unterstützt. Zukunft.niedersachsen ist ein gemeinsames Förderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der VolkswagenStiftung. Langfristig ist ExTENd skalierbar angelegt. Nach dem Start im Omics-Bereich soll die Plattform schrittweise auf weitere Technologiefelder ausgeweitet werden. So kann ein zukunftsfähiges, modulares Ökosystem für Forschungsinfrastrukturen entstehen, das Wissenschaft und Anwendung in Niedersachsen nachhaltig miteinander verbindet.
Über die beteiligten Institutionen
ExTENd wird im Rahmen der Translationsallianz in Niedersachsen (TRAIN) und ihrer Themengruppe TRAIN Omics entwickelt. TRAIN, vertreten durch Dr. Sara Haag, bildet den übergeordneten Netzwerkrahmen für translationale Gesundheitsforschung in Niedersachsen. TRAIN Omics bringt die fachliche Vernetzung von Omics-Technologieplattformen, Bioinformatik, Datenanalyse und Datenmanagement ein.
Die Verbundpartner Medizinische Hochschule Hannover (MHH) (Prof. Dr. Thomas Illig), Universitätsmedizin Göttingen (UMG) (Prof. Dr. Bernd Wollnik) und die Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH (Prof. Dr. Meina Neumann-Schaal) bringen ihre wissenschaftliche und infrastrukturelle Expertise im Bereich Omics-Technologien, Datenanalyse und Forschungsservices ein. Niedersachsen.next BioRegioN (Dr. Lena Oesterlin-Meret) unterstützt das Vorhaben mit der Erfahrung in digitaler Plattformentwicklung mit innomatch, Innovationsförderung und der Vernetzung von Wissenschaft, Transferstellen und Wirtschaft.
Pressekontakt
Dr. Sara Haag
Geschäftsstellenleitung, Translationsallianz in Niedersachsen (TRAIN)
Sara.haag@translationsallianz.de

