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Gesellschaftliche Auswirkungen der SARS-CoV-2 Pandemie

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Die Angst vor einer Infektion und die Verhaltensänderungen, die für die Infektionseindämmung notwendig sind, belasten viele Menschen schwer. Forscher untersuchen, wie sich die Pandemie auf unsere geistige und körperliche Gesundheit auswirkt.

COH-FIT - Studie zu Gesundheit und Funktionsfähigkeit während Infektionszeiten

Welche körperlichen und seelischen Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Menschen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Studie COH-FIT (Collaborative Outcomes Study on Health and Functioning during Infection Times). Das Projekt untersucht die akuten und die längerfristigen Folgen der Pandemie und will herausfinden, welche Menschen ein höheres oder ein niedrigeres Risiko für Gesundheitsprobleme unter den besonderen Umständen aufweisen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Bevölkerung während zukünftiger Pandemien besser zu unterstützen. Es ist die weltweit größte Studie dieser Art. Fast 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 40 Ländern und sechs Kontinenten wirken daran mit. Auch die Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist beteiligt.

Ansprechpartner:   Prof. Dr. Kai Kahl

Kooperationspartner:

Förderung: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Fondation Fondamental, Prevention of Mental Disorders and Mental Health Promotion & Medical Scientific Fund of the Mayor of the City of Vienna

weitere Informationen: Webseite der COH-FIT Studie und der MHH

PallPan - Nationale Strategie für Palliativversorgung in Pandemiezeiten

Das Forschungsnetzwerk Palliativmedizin ist ein Zusammenschluss von 12 universitären palliativmedizinischen Einrichtungen im Rahmen des Netzwerkes Universitätsmedizin (NUM) und vereint alle Palliativ-Lehrstühle in Deutschland sowie weitere Palliativeinrichtungen an Universitätskliniken und weitere Kooperationspartner. Dadurch werden wissenschaftliche Kompetenzen und lokale Netzwerke gebündelt um einerseits unterschiedliche Aspekte der palliativmedizinischen Versorgung in der aktuellen Pandemiesituation aufzuarbeiten und andererseits das Ziel des Projektes, die Erarbeitung einer nationalen Strategie in kürzester Zeit zu ermöglichen. Nur so können die Vielschichtigkeit und Komplexität der Pandemiesituation durchdrungen werden.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Konsentierung einer nationalen Strategie für die Betreuung schwerkranker, sterbender Erwachsener und deren Angehörige in Pandemiezeiten mit

  1. Handlungsempfehlungen zur allgemeinen und spezialisierten Palliativversorgung von Patienten mit/ohne Infektion auf Mikro-, Meso- und Makroebene,
  2. Sammlung und Entwicklung von Informationsmaterial für die geplante Online-Informationsplattform sowie
  3. Identifikation von Variablen zur wissenschaftlichen Erfassung der Palliativversorgung in Pandemiezeiten für die vom Nationalen Forschungsnetzwerk Universitätsmedizin geplante Forschungsdatenbank.

In mehreren Arbeitspaketen sollen verschiedene Aspekte der Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen und ihrer Angehörigen in der aktuellen Pandemiesituation aufgearbeitet werden. Dazu gehören die Erfahrungen von Patient*innen und Angehörigen, die ambulante (Palliativ-) Versorgung durch Hausärzt*innen, weitere niedergelassene Ärzt*innen, ambulante Pflegedienste, Alten- und Pflegeheime und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, aber auch die Versorgung in Krankenhäusern auf Allgemein- und Intensivstationen. Des Weiteren werden die Auswirkungen der Pandemie auf die spezialisierte Palliativversorgung im ambulanten und stationären Bereich untersucht. Die Aktivitäten von Krisenstäben und öffentlichen Einrichtungen (RKI, BMG, Krankenhäuser, Kommunen, Gesundheitsämter, Rettungsdienste, Kassenärztliche Vereinigung, Ärztekammern, etc.) wird evaluiert mit dem Fokus auf die Betreuung von Schwerkranken und Sterbenden. Außerdem werden nationale und internationale Publikationen zur Palliativversorgung in Pandemiesituationen in die Handlungsempfehlungen mit einfließen.

Für die vom Netzwerk Universitätsmedizin geplante Online-Informationsplattform werden relevante Informations- und Schulungsmaterialien zur Palliativversorgung in Pandemiezeiten gesammelt und Variablen zur wissenschaftlichen Erfassung der Palliativversorgung in Pandemiezeiten der vom Netzwerk Universitätsmedizin geplanten Forschungsdatenbank zur Verfügung gestellt.

Ansprechpartner:   Prof. Dr. Nils Schneider

Kooperationspartner:

weitere Informationen: Webseite der MHH und des NUM

OnCoVID- Management in der Onkologie während der COVID-19 Pandemie

ethische, rechtliche und gesundheitsökonomische Implikationen

Die Entscheidungsfindung zur Krebsbehandlung während der COVID-19-Pandemie ist nicht nur durch begrenzte Ressourcen und Priorisierung von Akutbehandlungen gekennzeichnet, sondern auch durch mehrdimensionale Auswirkungen auf Behandlungsalgorithmen, Langzeitergebnisse und klinisches Prozessmanagement. Dies ist jedoch nicht auf die Phase unzureichender Verfügbarkeit von Ressourcen während der Pandemie beschränkt, sondern muss in allen Phasen des Fortschreitens der Pandemie berücksichtigt werden. Die Komplexität der Krebsbehandlung erfordert in diesem Zusammenhang spezifische Überlegungen zu ethischen und medizinrechtlichen Aspekten während der Pandemie.
Das Projekt zielt darauf ab, datenbasierte Entscheidungsrichtlinien für die onkologische Versorgung im Kontext von Pandemien zu entwickeln. Die Perspektiven der Stakeholder werden anhand spezifischer Fragebögen bewertet. Klinische Daten aus verschiedenen Quellen (klinisches Krebsregister, Abrechnungsdaten), Daten zur onkologiespezifischen Verfügbarkeit kritischer Ressourcen während einer Pandemie und ausgewählte gesundheitsökonomische Daten werden zur Modellierung der Folgen für die Morbiditätsentwicklung und krankheitsbedingtes Outcome verwendet. Basierend auf diesen Analysen wird eine umfassende Bewertung ethischer und medizinrechtlicher Aspekte vorgenommen. Diese dient der Bereiststellung einer Checkliste für das onkologische Versorgungsmanagement während einer Pandemie und zur Entwicklung von Leitlinien für diese Art der Entscheidungsfindung.

Ansprechpartner:   Prof. Dr. Jörg Haier & Prof. Dr. Nils Hoppe

Kooperationspartner:

  • Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (LUH)
  • Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
  • UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik, Tirol (Österreich)

Förderung: 600.000 € der Bundesministeriums für Bildung und Forschung

weitere Informationen: Webseite der MHH

Bewältigungsstrategien zu Covid-19: Gesellschaftliche Auswirkungen

Das Projekt untersucht die Folgen des Lockdowns auf individuelle Werteinstellungen und Verhaltensmuster unter besonderer Berücksichtigung der Familien mit Kindern. Im Rahmen der Studie wird eine quantitative Befragung durchgeführt, die folgenden Bereichen eine besondere Aufmerksamkeit schenkt: Beschäftigung und Arbeitsbedingungen, Einteilung der täglichen Aktivitäten und Mobilität sowie Interaktionen im Haushalt und Work-Life Balance.
Zusätzlich wird der mediale Diskurs im Hinblick auf Belastung der Familien untersucht, basierend auf Twitter-Daten und Artikeln in regionalen und überregionalen Zeitungen.

Ansprechpartner:   Dr. Irina Gewinner

Kooperationspartner:

  • Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (LUH)
  • Stadt Hannover
  • Universität Luxemburg

Lernen aus der Krise - Erfahrungen von MINT Lehrkräften mit Lehr-Lernplattformen

Durch die Maßnahmen gegen die Verbreitung von Corona stehen Lehrkräfte vor der Herausforderung, ihren Unterricht von zuhause zu organisieren. Diverse digitale Werkzeuge und Lernplattformen sind dadurch zum Mittel der Wahl geworden. 
Viele Lehrkräfte nutzen die Lernplattformen zurzeit intensiver als bisher. In diesem Projekt wird erhoben, welche Potentiale die Lehrkräfte an den Lehr-Lernplattformen schätzen und welche Hindernisse Ihnen das Lehren erschweren. Auf dieser Basis sollen mögliche Unterstützungsmaßnahmen abgeleitet werden. 

Ansprechpartner:   Prof. Dr. Sascha Schanze

Kooperationspartner:

  • Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (LUH)

weitere Informationen: Webseite des Projekts auf Researchgate

Bewegung, Sport und Ernährung während und nach COVID-19

Die Corona-Krise mit ihren Einschränkungen und Umstellungen der Lebensgewohnheiten hat auch das Bewegungs- und Ernährungsverhalten sowie das psychosoziale Wohlbefinden verändert. Welche kurz- und mittelfristige Bedeutung dies für das Gesundheitsverhalten hat, ist nicht bekannt. Die Studie zielt darauf ab, Informationen zu Bewegung, Ernährung, und Wohlbefinden in Zeiten von Corona zu erheben, um abschätzen zu können, welche Vor- und Nachteile sich aus den Verhaltensänderungen für die Gesundheit ergeben. Basis ist eine 10-15-minütge Online-Befragung, an der die Studienteilnehmer*innen mindestens einmal, vorzugsweise aber wiederholt in einem 14-tägigen Turnus über einen Zeitraum von 10 Wochen teilnehmen sollen.

Ansprechpartner:   Prof. Dr. Andreas Hahn

Kooperationspartner:

  • Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (LUH)
  • Justus-Liebig-Universität Gießen

weitere Informationen: Webseite der LUH

Die COVID-19-Umfrage Deutschland: Seelische Gesundheit in Krisenzeiten

Die ersten Fälle der neuartigen Atemwegserkrankung COVID-19 sind im Dezember 2019 in China aufgetreten. Aus dem Land, das bereits am längsten gegen das Corona-Virus kämpft, liegen schon erste Hinweise zu den psychosozialen Auswirkungen der Pandemie und der zur Eindämmung getroffenen Maßnahmen vor. Anrufer eines psychologischen Dienstes in Wuhan berichteten unter anderem von Panik, Angst, Unruhe, Schlaflosigkeit und psychosozialen Problemen (z.B. Konflikte am Arbeitsplatz oder innerhalb der Familie). Weiterhin konnten bei 47 % der Anrufer Angststörungen festgestellt werden, 20 % wiesen Schlafstörungen, 16 % depressive Symptome und 15 % somatoforme Symptome auf. Mitarbeiter im chinesischen Gesundheitswesen (Krankenpfleger/Innen und Ärtz/Innen) zeigten einer weiteren Studie zufolge depressive Symptome (50%) und litten unter psychischem Stress (70%).

Am 11. März 2020 markierte die Weltgesundheitsorganisation WHO den aktuellen Ausbruch von COVID-19 als Pandemie. In Deutschland wurden am 13. März 2020 in vielen Bundesländern umfangreiche Maßnahmen (Schließung von Schulen und KiTas, Verbote von Großveranstaltungen) beschlossen, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Am 22. März 2020 einigten sich Bund und Länder auf ein umfassendes Kontaktverbot. Es bleibt also zu erwarten, dass die Verbreitung von COVID-19 sowie die zur Eindämmung getroffenen Maßnahmen auch in Deutschland weitreichende Auswirkungen auf die Seelische Gesundheit der Bevölkerung haben werden. Ziel der vorliegenden Umfrage ist es daher, die psychosozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie in Deutschland zu erfassen, um daraus Hinweise und Empfehlungen für die Politik und das Gesundheitswesen ableiten zu können.

Ansprechpartner:   Prof. Dr. Tillmann Krüger

Kooperationspartner:

  • Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

weitere Informationen: Webseite der MHH

Adoleszenz in Zeiten einer Pandemie - Eine international vergleichende qualitative Studie

In einem kulturvergleichenden Ansatz zur Sozialisation untersuchen wir, wie Jugendliche die Corona-Krise erleben und wie sie mit ihr umgehen.  
Dies ist ein Kooperationsprojekt der Universitäten Hannover (Boris Zizek) und Bielefeld (Ullrich Bauer). Es wird bei der Erhebung und langfristig bei der Auswertung durch internationale Kollegen unterstützt.

Ansprechpartner:   Prof. Dr. Boris Zizek & Prof. Dr. Ullrich Bauer

Kooperationspartner:

  • Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (LUH)
  • Universität Bielefeld

weitere Informationen: Webseite des Projekts

Die Auswirkungen von Informationen über COVID-19 auf die Erwartungen, die Stimmung und die Besorgnis der Verbraucher

Das Projekt evaluiert den kausalen Effekt von Informationsbehandlungen über COVID-19 in einer neuen Umfrage bei Haushalten in Thailand und Vietnam. Vietnam und Thailand wurden ausgewählt, weil es sich um aufstrebende Volkswirtschaften aus derselben Region handelt, aber andere Bevölkerungsumfragen zeigten sehr unterschiedliche Überzeugungen darüber, wie die jeweilige Regierung mit der COVID-19-Krise umgeht. 
Wir teilten unsere Stichproben für jedes Land nach dem Zufallsprinzip auf und wenden zusätzlich zu einer Kontrollgruppe vier verschiedene Informationsbehandlungen an. Erstens eine Karte, auf der der Anteil der Menschen in einem Land dargestellt ist, die angeben, dass sie die Reaktion der Regierung als unzureichend empfinden, und etwas Text. Diese Behandlung ist für Thailand und Vietnam sehr unterschiedlich, da Thailand an der Spitze der Länder steht, die die schlechteste Bewertung ihrer Regierung melden, während Vietnam das Land mit der höchsten Zustimmung zu seiner Regierungspolitik ist. Bei der zweiten Behandlung erhalten die Befragten Informationen auf der Grundlage einer globalen Umfrage darüber, wie die Menschen die Reaktion der Öffentlichkeit auf die COVID-19-Pandemie beurteilen. Hier ist der Behandlungseffekt sowohl für Thailand als auch für Vietnam ähnlich. Drittens erhalten die Befragten Informationen über die verheerenden Prognosen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über die Auswirkungen von COVID-19 auf die weltweite Beschäftigung. Viertens erhalten die Befragten eine Grafik und etwas Text, die die Wirksamkeit der sozialen Distanzierung zur Vermeidung von COVID-19-Infektionen veranschaulichen.
Von den vier Behandlungen hat die Behandlung durch die IAO tendenziell die größte Wirkung. Darüber hinaus sind die Behandlungseffekte in der thailändischen Umfrage im Vergleich zu den vietnamesischen Daten tendenziell größer. Unsere Umfrage zeigt auch ein hohes Maß an Uneinigkeit mit der politischen Reaktion der Regierung auf COVID-19, die in den vietnamesischen Daten nicht enthalten ist. Daher könnten größere Behandlungseffekte zusätzlicher Informationen aus unserer Umfrage diese Meinungsverschiedenheit widerspiegeln. Insgesamt finden wir keine Auswirkungen auf die Inflations- und Arbeitslosigkeitserwartungen der Verbraucher, aber die vietnamesischen Verbraucher berichten über pessimistischere BIP-Wachstumserwartungen, wenn sie mit Informationen über die hohe global prognostizierte Arbeitslosigkeit behandelt werden. Dies spiegelt sich auch in einer geringeren Wahrscheinlichkeit wider, die Regierungspolitik bei dieser Behandlung als angemessen zu betrachten. Wir finden jedoch keine Hinweise auf Behandlungseffekte auf den Konsum oder die Verbraucherstimmung. Die Verbraucher sowohl in Thailand als auch in Vietnam berichten darüber hinaus über eine höhere Lebenszufriedenheit, wenn sie mit Informationen über die Reaktion der Öffentlichkeit auf COVID-19 behandelt werden, wodurch beide Länder im Vergleich zu China und Indien, den beiden größten Ländern Asiens, im Mittelfeld liegen.

Ansprechpartner:   Prof. Dr. Lena Dräger

Kooperationspartner:

  • Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (LUH)
  • Philipps-Universität Marburg

#LernenVernetzt - Ein Lehr-Forschungsprojekt

Die COVID-19-bedingten Schulschließungen führten dazu, dass ein Teil der derzeit an der LUH immatrikulierten Lehramtsstudierenden ihre Praktika an den Schulen nicht vollständig absolvieren konnte. Ausgehend von der Idee, Lehramtsstudierenden zeitnah sinnstiftende sowie kompetenzfördernde Ersatzleistungen für ihr Schulpraktikum zu ermöglichen und gleichzeitig Schulen, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler zur Seite zu stehen, entwickelte das Leibniz School Connect (LSConnect)-Projektteam die Initiative #LernenVernetzt. Engagierte Studierende können hier Lehrkräfte bei der Digitalisierung ihrer Lehr-Lern-Angebote und deren Schülerinnen und Schüler bei den damit verbundenen Lernprozessen unterstützen. Untersucht wird die Gestaltung der digitalen unterrichtlichen Angebote, die Nutzung und Wahrnehmung derselben durch die Schülerinnen und Schüler und die Begleitung der Lernprozesse seitens der Studierenden.

Ansprechpartner:   Prof. Dr. Katharina Müller

Kooperationspartner:

  • Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (LUH)

weitere Informationen: Webseite der LUH

Der Einfluss der COVID-19-Pandemie auf aufstrebende Volkswirtschaften

Bei der Sammlung von Paneldaten für das Jahr 2020 berücksichtigt das DFG-Langfristvorhaben „Thailand-Vietnam Socioeconomic Panel“ (TVSEP) die COVID-19-Pandemie. Auf Grundlage der einzigartigen, langfristig angelegten und qualitativ hochwertigen TVSEP-Paneldatenbank bestehend aus 4400 ländlichen Haushalten und rund 1000 Migranten in städtischen Räumen in Thailand und Vietnam wird im November 2020 eine speziell auf die Corona-Pandemie ausgerichtete Umfrage durchgeführt. Das Corona-Projekt beschäftigt sich mit der Beantwortung der Frage wie sich die COVID-19-Pandemie auf das Wohlbefinden und diverse Verhaltensmerkmale gefährdeter Einzelpersonen, Haushalte und Gemeinschaften in den beiden Schwellenmärkten Thailand und Vietnam auswirkt. Die Sammlung und Analyse dieser zusätzlichen Daten ermöglicht eine präzise Beurteilung der Auswirkungen der Pandemie und liefert wichtige Erkenntnisse bezüglich der getroffenen Maßnahmen während der Krise. Darüber hinaus können daraus Handlungsempfehlungen zum zukünftigen Umgang mit einer solchen Krise entwickelt werden.

Ansprechpartner:   Prof. Dr. Hermann Waibel

Kooperationspartner:

  • Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (LUH)

weitere Informationen: Webseite der LUH